Alle 5 Jahre ist es soweit auf der Weitwiese unterhalb des Eisenbichler-Hanges findet die Altweibermühle statt – dabei haben unzufriedene Herren die Möglichkeit ihre in die Jahre gekommenen Frauen generalüberholen zu lassen und in der Mühle einer Verjüngungskur zu unterziehen. Am Faschingssonntag, den 11.02.2018 war es schließlich wieder so weit. Unter der Leitung von den Obermüllnern Michael Mühlbauer, Rudi Potschacher-Eisl und Hubert Fuchs wurde die Mühle wieder in Betrieb genommen.

Bei schönstem Wetter strömten zahlreiche Besucher nach Karlstein um sich vom Erfolg der Altweibermühle zu überzeugen und diesem Schauspiel beizuwohnen. Bevor es losging, spielte die Trachtenkapelle Anger schon mal zünftig auf und Andreas Gruber und Manfred Schmid stimmten mit ihrer lustigen Moderation auch schon auf die ersten Fuhrwerke und Fahrzeuge ein.

Schon bald näherte sich die erste Paarung – mit von der Partie war dabei beispielsweise auch ein Scheich samt Harem. Dieser war wohl mit einer seiner Damen nicht mehr zufrieden und wollte die Generalüberholung durch die Mühle in Anspruch nehmen – die Kosten spielten hier selbstverständlich keine Rolle. Auch brachte ein örtlicher Bauer seine Frau zur Mühle, die er vorsichthalber in seinem Güllefass eingesperrt hatte um ein Entkommen ihrerseits sicherzustellen.

Die Damen lassen diese Prozedur natürlich nicht ohne weiteres über sich ergehen und wehren sich vehement gegen die bevorstehende Prozedur – doch die Obermüllner wissen sich zu helfen und so ist auch keine der angelieferten Damen ihnen wieder entkommen. Diese sorgten somit dafür, dass alles mit rechten Dingen von sich ging. Zudem kommentierten die beiden Moderatoren die Geschehnisse sehr amüsant und die Zuschauer konnten so dem ganzen Verlauf bestens folgen.

Nachdem es in der Mühle ordentlich rumpelt und auch die Späne fliegen – keiner kennt die genauen Vorgänge in der Mühle – rutscht die rundum erneuerte Dame als junge, hübsche Frau ihrem Anvertrauten wieder in die Arme und die beiden ziehen dann glückselig von Dannen und verbringen so – zumindest für die nächsten 5 Jahre - eine glückliche Zeit zusammen.

Doch für eine Frau reichten die Kräfte der Mühle nicht mehr aus und so rutschte anstatt einer jungen Schönheit der Teufel höchstpersönlich aus der Mühle – da ist wohl leider etwas schief gelaufen. Dies stellte sogleich das Ende des Spektakels dar und die glücklichen Männer zogen mit ihren hübschen Damen in ihren Gefährten durch Karlstein. Die Mühle hatte also wieder ganze Arbeit geleistet.

im Anschluss wurde im „Kaitl“ noch ausgiebig gefeiert und alle Beteiligten freuen sich schon, wenn die Mühle in 5 Jahren wieder stattfinden wird.